Erwerbsminderungsrente Bergleute

Rente für Bergleute (§ 45 SGB VI)

Rente wegen verminderter Berufsfähigkeit im Bergbau (§ 45 Absätze 1 und 2 SGB VI)


Bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres haben Versicherte Anspruch auf Rente für Bergleute, wenn sie

Im Bergbau vermindert berufsfähig sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung nicht imstande sind, die von ihnen bisher ausgeübte knappschaftliche Beschäftigung (Hauptberuf) und eine andere wirtschaftlich im wesentlichen gleichwertige knappschaftliche Beschäftigung, die von Personen mit ähnlicher Ausbildung sowie gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten ausgeübt wird, auszuüben.

Nicht im Bergbau vermindert berufsfähig sind Versicherte, die eine wirtschaftlich und qualitativ gleichwertige Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit außerhalb des Bergbaus tatsächlich ausüben.

In den letzten 5 Jahren vor Eintritt der verminderten Berufsfähigkeit im Bergbau müssen mindestens 3 Jahre mit knappschaftlichen Pflichtbeitragszeiten belegt sein. Ansonsten gelten dieselben Anforderungen wie bei der Rente wegen teilweiser beziehungsweise voller Erwerbsminderung (vergleiche Erläuterungen zur Rente wegen voller Erwerbsminderung).
Auf die Wartezeit von 5 Jahren werden Kalendermonate mit Beitragszeiten und Ersatzzeiten in der knappschaftlichen Rentenversicherung angerechnet.

 

Rente nach langjähriger Untertagebeschäftigung und Vollendung des 50. Lebensjahres (§ 45 Absatz 3 SGB VI )


Anspruch auf Rente für Bergleute haben auch Versicherte bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres, wenn sie

Auf die Wartezeit von 25 Jahren werden Kalendermonate mit Beitragszeiten aufgrund einer Beschäftigung mit ständigen Arbeiten unter Tage angerechnet. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, bleibt zu prüfen, ob die Wartezeit unter Beachtung der Übergangsvorschriften (§ 242 Absatz 3 SGB VI) erfüllt wird.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung, Stand 15.02.2010