Alter

Wer bis zum Rentenbeginn gearbeitet hat, verdient es einen finanziell gesicherten Ruhestand zu genießen. Vorausgesetzt man ist gesund, verfügt man gerade im Ruhestand über die Zeit zur aktiven Freiszeitgestaltung. In der heutigen Gesellschaft sind finanzielle Mittel meist eine Voraussetzung dazu.

Die heutige Rentnergeneration ist finanziell häufig gut ausgestattet. Auch für die heute über 50jährigen ist noch eine relativ gute gesetzliche Rente zu erwarten. Für nachfolgende Generationen sieht es düster aus. Schon in den letzten Jahren steigt der Anteil an Beziehern von Grundrente deutlich. Die sinkende Bevölkerungszahl und steigende Lebenserwartung schwächen die Finanzierungsgrundlage der gesetzlichen Rente deutlich.

Die OECD warnt vor der Gefahr von Alterarmut in Deutschland. Dies betrifft insbesondere Menschen, die während des Erwerbslebens ein geringes Einkommen hatten, lange arbeitslos waren, oder mit langen Familienzeiten. Selbständige sind meist nicht in das gesetzliche Rentensystem einbezogen. Die Mehrzahl der Selbständigen sorgt nicht ausreichend für das Alter vor.

Von Altersarmut spricht man, wenn der nicht erwerbstätige Teil der Bevölkerung seinen Bedarf aus den Leistungen der gesetzlichen und privaten Versorgungssysteme nicht decken kann. Damit wird Altersarmut nach dem Einkommen definiert, das nicht zur Verfügung steht.

Für die Weltgesundheitsorganisation WHO gilt als arm, wer monatlich weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Einkommens seines Landes zur Verfügung hat. Die Europäische Union definiert als "arm", wer weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens seines Heimatlandes zur Verfügung hat.

Die gesetzliche Rente wird zukünftig für viele keine ausreichende finanzielle Alterssicherung darstellen. An privater und betrieblicher Altersvorsorge führt kein weg vorbei.

Nikolaus Kaiser, Vorstand der BfA (heute Rentenversicherung Bund) führte dazu 2009 aus:

"....kurzfristig, die Kasse ist leer"

"...langfristig, Altersarmut droht für Millionen"

"Jeder Tag, jeder Monat, jedes Jahr, wo eine Entscheidung für private Eigenvorsorge ...  hinausgeschoben wird, ist verlorendes Geld...."